Juristische Praxisprobleme im Software-Projekt

In vier elementaren Kursmodulen, die den realen Software-Projektphasen entsprechen (Akquise und Vorvertragliches – Projektdurchführung – Projektabschluss und Abnahme – Nachvertragliches, Gewährleistung und Wartung), gehe ich auf immer wiederkehrende aber auch spezielle rechtliche Probleme ein, erkläre Hintergründe und Zusammenhänge, zeige praxisorientierte Lösungen und weise auf rechtliche Konsequenzen hin. Weiterführende oder spezielle rechtliche Fragen der Teilnehmer sind während des Kurses nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. So möchte ich es ermöglichen, dass Ihre Mitarbeiter neben dem technischen und fachlichen Knowhow auch mit dem notwendigen rechtlichen Rüstzeug ausgestattet werden, um kritische Projektsituationen zu erkennen und richtig darauf zu reagieren.

01 – Vorvertragliche Pflichten, Angebot und Angebotslegung: Was ist ein Angebot aus rechtlicher und praktischer Sicht? Wer kann ein Angebot rechtsgültig abgeben? Was muss ein Angebot beinhalten und was sollte man aus rechtlicher Sicht im Angebot vermeiden? Wie geht man damit um, wenn der Kunde unser abgegebenes Angebot ändert? Welchen Einfluss hat es auf unsere AGB, wenn der Kunde mit seinen allgemeinen Einkaufsbedingungen bestellt? Wie verhält es sich mit den allgemeinen Geschäftsbedingungen eigentlich genau? Welche Abweichungen sind bei Schätzungen zulässig? Wie wirken sich vorvertragliche Pflichten und Aufklärungspflichten auf das spätere Projekt aus?

02 – Spezifikation, Projektdurchführung und Nebenleistungspflichten: Was ist die Spezifikation aus rechtlicher Sicht? Kann man die Spezifikation oder den Vertragsinhalt während des Projektes ändern und wie geht man dabei vor? Was kann man tun, wenn der Kunde mündliche Vereinbarungen während des Projektes nicht bestätigt? Wer kann die Spezifikation rechtsgültig ändern? Wie geht man damit um, wenn eine Anforderung unvollständig, unverständlich, fehlerhaft oder sogar unmöglich ist? Was ist, wenn der Kunde eine Anforderung anders als man selbst interpretiert? Wie ist vorzugehen, wenn das Projekt technisch zu scheitern droht? Muss sich der Kunde aktiv am Projekt beteiligen und was ist, wenn er es unterlässt?

 03 – Verzug und Abnahme:Was ist Verzug aus rechtlicher Sicht? Wann muss man liefern, wenn kein Liefertermin vereinbart wurde? Was genau muss man liefern und was nicht? Was genau ist eine Abnahme und wann wird sie fällig? Kann der Kunde die Software unter Vorbehalt abnehmen? Haften wir auch dann, wenn der Kunde den Verzug verursacht hat? Wie ist vorzugehen, wenn der Kunde die Abnahme hinauszögert oder sogar verweigert? Was bedeutet es, wenn der Kunde die Software in Betrieb nimmt ohne sie abzunehmen? Wann kommen Verzugszinsen in Betracht und worauf muss man achten?

 04 – Gewährleistung und Schadenersatz: Was ist Gewährleistung? Wann beginnt die Gewährleistungspflicht und wann genau endet sie? Was ist ein Mangel? Was ist ein versteckter Mangel und ändert sich dabei die Gewährleistungsfrist? Was sind vorausgesetzte Eigenschaften einer Software? Exkurs: AGB, AEB und Gewährleistungsfristen Wie wirkt sich ein behobener Mangel auf die Gewährleistungsfrist aus? Was kann man machen, wenn die Behebung eines Mangels unverhältnismäßig aufwendig ist? Wie rasch muss ein Mangel behoben werden? Wie wirkt sich eine Erweiterung oder ein Nachfolgeauftrag bei einem Projekt auf die aktuelle Gewährleistungsfrist aus?

 05 – Praxisbeispiel: Projektdurchführung unter Berücksichtigung rechtlicher Aspekte: An einem fiktiven aber wirklichkeitsnahen Projekt zeige ich, wie die erworbenen Kenntnisse zielgerichtet und praxisbezogen eingesetzt werden können. Hier werden noch einmal alle Phasen eines Softwareprojektes nachvollzogen, sowie alle möglichen Probleme angesprochen und für den praktischen Einsatz erörtert.